DSGVO-Checkliste: Einstieg in 10 Schritten
Aktualisiert am 01.07.2026
Wer beim Datenschutz bei null anfängt, verliert sich leicht in Details, bevor die Grundlagen stehen. Diese Checkliste zeigt die zehn Schritte, mit denen Unternehmen strukturiert und ohne unnötigen Aufwand eine solide DSGVO-Grundlage schaffen.
Bestellpflicht prüfen
Klären Sie zuerst, ob eine Pflicht zur Bestellung eines Datenschutzbeauftragten besteht – abhängig von Mitarbeiterzahl, Kerntätigkeit und Art der verarbeiteten Daten.
Verarbeitungstätigkeiten erfassen
Listen Sie alle Stellen im Unternehmen auf, an denen personenbezogene Daten verarbeitet werden – von der Bewerbung bis zum Kundenkonto.
Verarbeitungsverzeichnis anlegen
Überführen Sie die erfassten Verarbeitungen in ein strukturiertes Verzeichnis nach Art. 30 DSGVO – die Grundlage fast aller weiteren Schritte.
Rechtsgrundlagen zuordnen
Bestimmen Sie für jede Verarbeitung die zutreffende Rechtsgrundlage nach Art. 6 DSGVO – Vertrag, Einwilligung, berechtigtes Interesse oder eine weitere.
Auftragsverarbeiter identifizieren
Prüfen Sie, welche externen Dienstleister – Cloud, Newsletter-Tool, Buchhaltungssoftware – Daten in Ihrem Auftrag verarbeiten und AV-Verträge benötigen.
Technische und organisatorische Maßnahmen dokumentieren
Halten Sie die bestehenden Schutzmaßnahmen fest – Verschlüsselung, Zugriffsrechte, Backup-Konzept – und schließen Sie erkennbare Lücken.
Datenschutzerklärung und Website prüfen
Gleichen Sie die Datenschutzerklärung mit den tatsächlich eingesetzten Website-Tools ab und richten Sie ein rechtskonformes Consent-Banner ein.
Löschkonzept festlegen
Definieren Sie Aufbewahrungs- und Löschfristen je Datenkategorie – unter Berücksichtigung handels- und steuerrechtlicher Pflichten.
Mitarbeitende schulen
Vermitteln Sie Grundlagen und Verhaltensregeln praxisnah – insbesondere zu Vertraulichkeit, Phishing-Erkennung und dem Verhalten im Vorfall.
Prozess für Vorfälle und Anfragen einrichten
Legen Sie fest, wer Betroffenenanfragen und mögliche Datenschutzverletzungen intern zuerst erreicht – inklusive der 72-Stunden-Meldefrist.
Weiterführende Informationen
Häufige Fragen
Muss ich alle 10 Schritte gleichzeitig umsetzen?
Nein. Eine Priorisierung nach Risiko ist sinnvoller als der Versuch, alles parallel umzusetzen – die Reihenfolge der Checkliste orientiert sich bereits an einer sinnvollen Priorisierung.
Wie lange dauert die Umsetzung dieser Checkliste?
Das hängt von Unternehmensgröße und Komplexität ab – von wenigen Wochen bei kleineren Betrieben bis zu mehreren Monaten bei komplexeren Strukturen.
Brauche ich für diese Schritte bereits einen Datenschutzbeauftragten?
Nicht zwingend für den Einstieg, spätestens aber zur strukturierten Umsetzung und laufenden Pflege empfiehlt sich fachkundige Unterstützung.
Unterstützung bei der Umsetzung gewünscht?
Wir übernehmen die Umsetzung für Sie – oder begleiten Ihr Team dabei, Schritt für Schritt.